Neue Klassische Lyrik

 

YOGA

 

Andocken an das Sein !

 Unser ursprüngliches Wesen und die Beziehung

zur Menschlichkeit (zu Gott) in uns festigen !

 

Leben ist Glück, Bewegung und Entwicklung.

Das ist der Kurs :

 

bewusstes und achtsames Arbeiten mit dem Körper,

- Körper und Geist In Einklang bringen;

miteinander ein Geben und Nehmen aufbauen

und einen Raum positiver Atmosphäre erfinden.

 

Nutze die Kraft der Wahrheit !

Dehne Dein Bewusstsein aus !

Verbindet den Geist mit Atem !

 

Den Frieden finden und sinnvoll,

über die Sinne erleben !

Frieden und Freude fühlen !

 

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DER LIEBSTEN FRAU

 

 In den Kleidern der Seele

sei auch hier und unendlich,

vom Innern Im Herzen

am Lichte der Wahrheit,

mein geistiger Körper:

voll aller Erwartung,

die erforscht werden mag;

 

für ewig Unsterblich,

ohne Raum, ohne Zeit,

ohne Notwendigkeit,

so wie der Gedanken

nur schönerer Worte noch

und achtsamster Taten, wir uns

unserer Freiheit gewahrten,

aber immer nahe am Abgrund der Welt,

mit keinem Handeln zu Zweifeln bereit,

 

befreie die Möwe im Käfig des Herzens;

verein und erschaff Dich der Freiheit:

erstrahle aus wandelndem Schatten der nahen Natur,

als Bruder oder Schwestern

in gestriger Wirklichkeit:

 

vernimm Dich, sei göttlich

in der Unendlichkeit endlichstem

Symphoneienweltenraum;

Die Königin, ich,

Mich zu verschenkende,

um Dir die Mutter zu werden !

Sei du Mir unendlich !

 

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MUSIK IM AUGEN BLICK

 

Töne doch

und Klänge vor Wörtern, moderatst,

In Wellen – Melodein

aber auch schon Welten, voll Schwingung

Vor Verbindungen zum Leben:

„Was wär’s Auf Erden ohne die Musik !“

 

Instrumente und Stimmen:

„Lasst Sie uns erklingen !“

- hoch und tief,

laut oder leise, inniglich

oder auswendig, als Sprache

Von Herzen !

 

Vor voll zu vielem Wissen, das Leben:

das rund, sich um den Erdkreis drehend,

den Höchsten auch noch höher steigert.

Im Ausgleich von Gefühl und Sehnsucht

im immer wachsenden Worte bereit,

der Sinne Kraft zu weitester Güte befreit.

 

Träumend - kindlich und verspielte Weisen

sind Lieder, immer nah und neu

vertraut, aus Ewigkeit die Liebesgabe

von den Quellen Gottes

und der Geister überm Grabe:

Lieben Freunden, Born der Freude !

 

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 DIE ERDE

 

Unter und über den Polen,

Das Feuer, darüber und drunten,

rundum, ein üppiger Spielplatz für Kinder:

der grau-blaue und grün gegründete Planet

auf die braune Erde;

 

Gewässer und Lüfte,

luftige Berge, Täler und Düfte

von Wäldern Im Lichte sonnhellster Tage,

und hellere Nächte, in wechselnder Wirkung

Von Zeit, und Gezeiten

(An Mondes wonnigem Schein);

 

taubengraublau – Blau,

grünfichtenblaugrün – Grün,

herzschwarzkirscherot – Rot,

tontopforangerot – Gelb,

Maiblatthelle (Grün),

Frühlings - Blätterzwitschern (Grün),

lazzaronisch Läuterndes

Kaisergold !

 

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AUSFLUG ZUM SEE

(Am Reßnigsee)

 

Eines Sommermorgens, sondersonnen:

 Im Aufstehen blüht uns

 Ein Lächeln Aufgehenden Lichtes entgegen;

 macht mich lebendig, treibt uns voran,

 um eine Fahrt, hin, zum See.

 

Dort ist’s Ein Begrüßen !

 - zum Tanz ankommender Lüftchen

 Ein Ansehen und Hingehen,

 Schmetterlingen gleich, hebt sich der junge Tag,

 spiegelt sich königsblau in einer Prachtlibelle,

 und wieder In Stille oder Zierde

 an Blumen und Blüten,

 weiter, am Weg.

 

Da sind Zitronenfalter mit Kohlweißlingen,

schwebend, spielen Im Winde,

oder stehn als Mascherl auf Blättern

überm Blumenstingel !

Vom Teiche her konzertieren Unken und Frösche.

Ich fand eine Feder

und erfinde damit meine friedliche Freiheit,

Vom Tage herzeugend zu schreiben.

 

Jetzt ist das Ufer mit grünendem Schilf bekleidet,

bis hinan an eine kleine Insel,

wo ein paar Schwäne weilen.

Auf einer der nahen, von Schattengebenden Bäumen bestückten Wiesen setze ich Fuß,

und das Auge aufs Koschutagebirg Im Horizont

mit weiter schrofferen Abstraktionen dahinter,

Zum Himmel gerichtet.

 

Unter Buchen nehmen wir Bücher.

Wir lesen Gedichte für Geschichten

über Menschengeschicke.

Etwas später lassen wir Federbälle

und fliegende Scheiben im näheren Himmel gleiten.

Irgendwann, aber dann auch immer wieder,

kommt der erste Sprung ins Wasser !

Im See lässt’s Sich treiben !

 Ganz wie die Fische schwimmt Liebling

„In Nässe“ umher.

 

Mit wechselnden Wettern und Zeiten

aber kann man schwerer verhandeln,

also lässt man das streiten,

sucht die weiteren Freuden im trauten Zu Hause

und sagt der Sonne:„ A’ Dieu!“

 

Da trug der Wind mir ein Vogelnest

grad vor die Füße.

Es musste, soeben vollendet,

seinen Besitzer vollendends verändern,

und steht, um Deinen heimeligen Tisch reicher

zu schmücken, vor mir.

 

Und jetzt drängt es heimwärts:

von so einem Tag am See,

den das ganze Herz vollzieht,

brachten wir der Endlichkeit etwas

aus unendlicher Liebe mit, in Unser Leben !

 

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  SOLCHES VON GOTT

AN EINEM WASSERFALL

 

Du hörst die verborgene Sehnsucht

 und Inneren Rufe der Seele !

- bist tief, Mich Berührend,

in eine kleine Welt gekommen.

 

 Du lieber Engel, mit den vielen Gesichtern:

nicht in den schönsten Träumen hätte ich Dich

wie jemanden malen können, der alles Leben verkörpert !

 

Du warst Quellen das speisende Element:

 allen Schöpfungen, die sich ewige Wege bauend

Ins Leben bahnen; durch Dich

findet der endlos Wandernde, Sein Letztes !

 

Du bist der große Schauspieler der Natur,

wann immer Regentropfen fallen;

wo Rinnsale Bäche und Flüsse werden,

oder vom Spiegel im See in Kreisen wachsend,

und mündest zu allen Wässern

 der Erde !

 

Im Wasserfall,

 fast, einem zärtlichen Schleer gleich,

 spielend fließt und plätschert es, kindlich

und seelenverwandt, fort, über Felsen.

Und, wie Atem wird und schwindet,

so brauset die Welle

In Meeren !

 

Kraftvoll und ruhig ist das Wasser,

und immer weiter verbindend,

in solcher Menge, wie der Segen vom Himmel

ein gleiches Recht für jeden Menschen ist.

Und weich und anschmiegsam ist’s der Seele

Im Einzelnen !

 

Die Quelle der Inspiration und Freude

 um die unendlich lebendigen Weiten

und dunkleren Tiefen unserer Ozeane

ist wie Küsse, entrücktem Entzücken !

 

Dort, wo der Wert Wort ward,

 wo vor der Nacht immer neu,

 die Zeiten der Macht Deiner Wörter

 Im Frieden, der Freiheit,

von regsamer Kenntnis und Kraft

zu entdecken,

uns wachsam beglückte !

 

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ABEND- UND

WIEGENLIED

 

Der Tag war schön und süß:

voll Freud und manches (kleine) Leid !

Dein Lächeln hat die Erde erhellt

und deine Leichtigkeit in mich gestellt.

 

Du liebst die Dinge ganz,

und füllst die Zeiten aus;

bist immer treu und Eins,

und wirst Mein Lebenslauf

: Immer Die Bewegung,

vom Spiele spielend genährt;

du Kind, Des Himmels

und Freund und Mensch

(von Mensch und Tier):

dafür dank‘ ich Dir !

 

Nun neigt sich die Sonne und wandert hinab

und wie anderswo steigt der Mond hinauf,

die Sterne finden selbst Ihren Lauf;

so schlafe gut, bleib mir beschützt,

und reise durch der Träume Welten !

 

Morgen sei wieder,

wie der Vater es will, -

erweckend, vollendet und neu:

In Reime zu malen,

den Gesängen zu singen

und ganz Mein,

meinen Bildern Des Herzens !

 

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